Jennifer Matthieu:”Moxie. Zeit, zurückzuschlagen”

Ihr Lieben,

Wenn ihr mir auf meinen Sozialen Medien folgt, wisst ihr, dass ich ein Buch ganz besonder toll fand dieses Jahr und das war “Moxie”, denn es beschäftigt sich mit Feminismus, einem  Thema das ich als sehr wichtig erachte.

 

 

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Arctis ein Imprint der Atrium Verlag AG (31. August 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3038800163
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre

 

Jennifer Mathieu arbeitet als Journalistin und unterrichtet Englisch an einer Highschool, wo ihr die Idee zu Moxie kam. Sie lebt mit ihrem Ehemann und Sohn in Houston, Texas.

 

Vivian lebt in Texas und hat die Nase voll. Von den blöden Kommentaren der Jungs während des Unterrichts. Von den Lehrern, die nichts dagegen unternehmen. Von der absurden Kleiderordnung, die nur für Mädchen zu gelten scheint. Aber vor allem hat Vivian es satt, den Mund zu halten. Als sie einen alten Flyer ihrer Mutter, ein ehemaliges Punkrock-Riot-Grrrl, findet, beschließt sie, etwas gegen die Ungerechtigkeit zu tun. Heimlich gestaltet sie ihren eigenen Flyer, »Moxie«, und verteilt ihn an der Schule. Die Mädchen sind begeistert und tragen Vivians Botschaft weiter. Und auch Seth, der neue Junge an der Schule, ist schwer beeindruckt. Doch schon bald begreift Vivian, dass sie damit eine Revolution angestoßen hat, die ihre Leben ganz schön ins Wanken bringt.

 

Was soll ich sagen? Dieses Buch hat mich aus den Socken gehauen! Ich hatte schon sehr lange kein  Buch, das mich so dermaßen von sich überzeugt hat und dann auch noch so eine wichtige Message hat! Ich habe krampfhaft versucht nicht jedes Mal “Yasss Gurl” zu rufen, aber kommen wir zum Punkt. Vivian hat ein enormes Problem damit, wie es an ihrer High School läuft, die Footballer stehen an der Spitze und kommen mit allem durch, der Direktor ermutigt diese und diejenigen die unter den aufgeblasenen Egos der “coolen Kids” leiden, werden untergebuttert. Kurz und gut, die Schule hat ein enormes Sexismus Problem. Denn nicht nur dürfen die Jungs, besonders die der Football Mannschaft, jegliche Privilegien genießen und ihrem Sexismus in Form von abwertenden Kommentaren oder im schlimmsten Fall sogar körperlichen Übergriffen, freien Lauf lassen, den Mädchen wird vorgeschrieben wie sie sich anzuziehen haben, sie werden mitunter grundlos aus dem Unterricht geholt, angeblich wegen Verstöße gegen die Kleiderordnung, welche aber nichtmal explizit vorliegt. Vivian hat davon genug, sie ist über diese Ungerechtigkeit so entsetzt, so wütend, dass sie sich ein Vorbild an ihrer Mutter nimmt, die als Teenager ziemlich rebelliert hat und startet die Moxie Zines, eine Art Prospekt in dem sie den Mädchen ihrer High School ans Herz legt, ihren Wert als Frauen zu erkennen  und sich gegen den Sexismus zu wehren.

Wie bereits gesagt, fand ich dieses Buch sagenhaft gut! Ich bezeichne mich ebenfalls als Feministin und fand es großartig, dass dieses Thema in einem Jugendbuch aufgegriffen wurde.  “Moxie” erklärt wunderbar an Vivians Aktionen, worum es dem Feminismus geht, aber auf eine Art und Weise, die es vorallem der Zielgruppe, Mädchen in ihren Teenager Jahren hervorragend erklärt, worum es geht.  Besonders toll fand ich, dass Vivian zwar aus Wut handelt, diese aber wunderbar als Antriebskraft nutzt um ihren Standpunkt ruhig und sachlich zu verdeutlichen. Vivian ist keine Person, die sich in den Mittelpunkt stellt, weswegen die Zines ihr ein Ventil gegeben haben.  Ich halte dieses Buch für enorm wertvoll und denke, dass es mir früher sehr viel geholfen hätte.  “Moxie” gibt einem beim Lesen einfach unfassbar viel mit, ohne aber dabei den moralischen Zeigefinger zu erheben, die Gesichte legt viel Wert auf “Show, don’t  tell” und betont dabei die Problematik von passiven Männern, die mehr Wert darauf legen nicht mit denen in einem Topf geworfen zu werden,  die sich Frauen überlegen fühlen, statt selbst aktiv zu werden und mal als Mann einem anderen Mann zu sagen, dass dieser sich nicht richtig verhält.  Dieses Buch würde ich am liebsten ALLEN an’s Herz legen und sogar so weit gehen, dass ich sagen würde, dass es als Schullektüre in den Lehrplan aufgenommen werden sollte, da  ich mir absolut sicher bin, dass jede Altersgruppe und jede Person jeglichen Geschlechts, die Botschaft mitnehmen könnte.

An dieser Stelle möchte ich mich nochmal bei Katja von der Netzwerk Agentur Bookmark und dem Arctis Verlag bedanken, da mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt worden ist.

Wer von euch hat das Buch gelesen? Wie hat es euch gefallen? Schreibt mir eure Meinung in die Kommentare,

 

Eure

Rachel

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